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zur aktuellen Ausstellung: Daniel Robert Hunziker, Barbara Mühlefluh, Mario Sala und Daniel Schibli haben für diese Ausstellung jeweils auf den Ort bezogene Projekte realisiert, welche sie wie folgt beschreiben:
DANIEL ROBERT HUNZIKER
'Schaufenster'
Eine 200 x 300 cm grosse Öffnung in der Wand, welche Galerieraum und Flur voneinander trennt, wird beidseitig verglast, sodass der Eindruck einer Schaufensterfront entsteht. Innen- und Aussenansicht sind identisch. Im schmalen, wanddicken Raum zwischen den beiden grossflächigen Glasscheiben hängt ein weisser, leicht transparenter Vorhang, der den Raum und das Geschehen dahinter nur schemenhaft erkennen lässt.
BARARA MÜHLEFLUH
'Passage'
Die Arbeit 'Passage' führt über drei Raumteile: den Ausstellungsraum, das Büro und den kleinen Ausstellungsraumder Galerie, zu dessen bestehender Einrichtung zwei schwarze Ledersessel, ein schwarzes Ledersofa, zwei Tischchen und eine Lampe gehören. Im Ausstellungsraum stehen zwei gleich lange, ungleich hohe, 5 cm breite Wände aus aufeinandergeschichteten Gasbetonplatten, welche einen 60 cm breiten, gemusterten Teppich säumen. Aus dieser 'Passage' heraus führt der Teppich weiter in das Büro und in den kleinen Ausstellungsraum, wo er die Einrichtung teilweise unterläuft und ellipsenförmig endet.
MARIO SALA
'3 Arbeiten, 1:1 und materialisiert'
Türrampe
Der Raum ist über die Rampe mit sanftem Schwung betretbar. Das Eintreten bewirkt trotz der Rampenhöhe keine Raumübersicht. Der Auftritt wird aber von den Besuchern im Raum beobachtet. Sie hat einen ausfliessenden Fortsatz, was zur Auflösung und Verrückung der Rampenfunktion führt. Die Wandtafelfarbe ist auf Verunreinigungen äussertst reaktionsfähig. Das Gelb ist aus dem signalartigen Zitronengelb in ein kompaktes Maisgelb verschoben. Es herrscht beinahe Abendstimmung.
Türflügel, 2-teilig
Sie erweitern die bestehende Türsituation mit den unterschiedlichen Massen, sind jedoch in ihrem marmorähnlichen, hautfarbigen Glanz haptischer und durch die Farberschelnungen ebenfalls in eine zeitliche Stimmung gesetzt. Sie können eine zweite innere Türe bilden, bleiben aber sperrangelweit offen. Zuerst nur aus nächster Nähe und im Augenwinkel, sind sie im raum, mit einem Blick zurück, ganz sichtbar.
Podest für Schwimmer
Es wirkt undurchdringlich und sitzt schwer am Boden. Seine Dunkelheit wird nur durch den Oberflächenglanz gebrochen. Die Plätze haben Farbzeichen, die in das Podest sinken und schweben. Sie korrespondieren mit den Badehosenfarben bei der Medaillenübergabe.
Alle drei Arbeiten bestehen aus Schichtungen unterschiedlicher Herkunft. Jede Arbeit bildet einen abgeschlossenen, schmalen Zustand mit eigenen Gesetzen, materialisiert und bewiesen.
DANIEL SCHIBLI
'Zweitannenhaus'
Vor der einen Fassade stehen: weist die Tür nach innen hin, in den Raum, der zwischen beiden Fassaden liegt. Dieser begehbare Raum ist durch diese Türe in zwei Räume getrennt. Ein Schliessen der Türe würde den Zwischenraum nicht in einem Male begehbar machen, weil die Türe von der einen Fassade zur anderen reicht und durch die Türöffnung hindurch nach aussen hin weist: vor der anderen Fassade stehend.
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Blick in die Ausstellung
D.R. Hunziker, B. Mühlefluh, M. Sala, D. Schibli, April/Mai 1998 |